Ostfriesisches Milchschaf

Das Ostfriesische Milchschaf wird in den 3 Farbschlägen weiß, schwarz-braun und gescheckt gezüchtet.

Rassetypische Merkmale
Ein kräftiges und großrahmiges, widerstandsfähiges und anpassungsfähiges Schaf, frühreif und frohwüchsig, mit hoher Fruchtbarkeit, guter Milch- und Wollleistung sowie einer guten Fleischleistung.

Länglicher, leicht ramsnasiger und hornloser Kopf mit edlem Ausdruck, bedeckt mit Stichelhaaren. Die Augen sind groß mit stark entwickelten Tränendrüsen, Ohren lang und dünn, nach vorn gerichtet. Die Brust ist genügend breit, tief, mit gutem Anschluss an Hals und Rücken. Ein breiter, tiefer und geschlossener Rumpf mit ausgeprägter Rippenwölbung, der Rücken ist lang, fest und gerade, Kuppe leicht abschüssig und nicht zu kurz. Die Gliedmassen sind gut bemuskelt bei korrekter Stellung und straffer Fessel. Der Schwanz ist dünn, lang und unbewollt. Das Euter ist geräumig, fest aufgehängt und breit angesetzt.

Bei weißen Milchschafen ist die Wolle einfarbig weiß, lang und abgewachsen. Es ist eine ausgeglichene und dichte Crossbred-Wolle (32 - 38 Mikrometer Feinheit).

Das schwarze Milchschaf entspricht in Typ, Form und Leistungsdaten dem weißen. Es ist einheitlich tiefbraun bis tiefschwarz. Gelegentlich kommen kleine weiße Abzeichen oder Stichelhaare an Kopf, Beinen und Schwanz vor.

Das gescheckte Milchschaf ist aus der Anpaarung von weißen mit schwarzen Milchschafen entstanden. Typ, Form und Leistungsdaten liegen in etwa bei den beiden anderen Farbschlägen.

Zuchtziel
Das Milchschafeuter soll zum Säugen der Lämmer und zum Hand- und Maschinenmelken geeignet sein. Das Euter soll vorne, hinten und seitlich fest aufgehängt sein. Dabei ist die Aufhängung breit und lang. Das Zentralband soll hinten möglichst hoch angewachsen sein und vorne möglichst weit am Bauch auslaufen. Dabei soll sich ein gut ausgebildetes Vor- und auch Hintereuter ergeben. Das Zentralband teilt das Euter in zwei symmetrische Hälften ohne zu stark einzuschneiden. Das Euter ist drüsig. Eine Bewollung darf auf keinen Fall das Melken behindern oder die Melkhygiene beeinflussen. Der Euterboden liegt nicht tiefer als drei Finger breit über dem Sprunggelenk.
Die Striche müssen den Anforderungen der Lämmeraufzucht und des Melkens genügen. Sie sollen in Form, Ansatz und Stellung symmetrisch zueinander sein. Die Striche sind am Euterboden angesetzt, sie sind zylindrisch bis konisch geformt und nach vorne abgerundet. Die Strichöffnung liegt zentral auf der Zitzenkuppe. Die Striche zeigen leicht nach vorne–außen.

Leistungsangaben 

 

Körper-Gewicht (kg)

Vlies-Gewicht (kg)

Ablamm-ergebnis (%)

Altböcke

110 - 130

-

-

Jährlingsböcke

90 - 120

-

-

Lammböcke
(6 Monate)

55 - 80

-

-

Mutterschafe

70 - 100

-

200 - 300

Zuchtlämmer
(6 Monate)

45 - 60

-

-

Die täglichen Zunahmen liegen bei Bocklämmern im Gewichtsabschnitt bis 50 kg bei 300 – 400 g. Die Milchleistung liegt bei ca. 400 – 600 kg Milch bei etwa 5 – 6 % Fett und 4 – 5 % Eiweiß. Die erste Lammung kann mit 12 Monaten erfolgen. Die Wollleistung liegt bei 5 – 7 kg Schweißwolle.

zurück zu den Milchschafen

Aktuelles

Schäfereikalender 2018

Der neue Schäfereikalender 2018 ist da. Der Schäfereikalender ist für jeden Schäfer (und auch...


Aktuelles

Schafbockauktionen des Landesverbandes 2016

Der Hammer auf den Husumer Auktionen des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer Schaf- und...