01.07.13

Beste Schwarzkopf- und Suffolkböcke in Ansbach

Organisiert wurde die diesjährige Fleischschaf-Elite für die Rassen Schwarzköpfiges Fleischschaf und Suffolk in Ansbach von der Bayerischen Herdbuchgesellschaft. Ansbach, in Mittelfranken direkt an zwei Bundesautobahnen gelegen, ist mit seiner Rezathalle ein ausgesprochen attraktiver Auktionsort. Obwohl im Süden Deutschlands gelegen, ist die Anreise aus allen Teilen der Republik recht gut.

So konnten Christian Schleich, Vorsitzender der Bayerischen Herdbuchgesellschaft, und Zuchtleiter Dr. Christian Mendel Fleischschaf-Züchter und Halter aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland begrüßen. Aufgetrieben wurden in Ansbach 33 Suffolk-Böcke (im Vorjahr bei der Elite in Kölsa/Sachsen: 44) und 61 Schwarzkopf-Böcke (62) von 34 Spitzenzüchtern aus 13 verschiedenen Landesschafzuchtverbänden Deutschlands. Auch Schleswig-Holstein war vor Ort, um die besten Suffolks zu präsentieren. Als Routiniers waren Andreas Pirdzuhn mit drei und Jens Reitmann mit vier Böcken am Start.

Die Schleswig-Holsteinischen Böcke konnten sich sehen lassen, mussten aber auch gegen die starke Konkurrenz aus den anderen Bundesländern ankämpfen. Die Prämierung und Rangierung erfolgte bei den Schwarzköpfen in acht und bei den Suffolks in sechs Altersklassen. Die Prämierung der Elite-Böcke der Rasse Suffolk wurde von den erfahrenen Züchtern und Preisrichtern Dr. Regina Walther aus Sachsen und Karl-Dieter Fischer (Schleswig-Holstein) bzw. Klaus Schönfeld (Hessen) und bei der Rasse Schwarzkopf von Rainer Wulff (Rheinland-Pfalz) und Burkhard Schmücker aus Westfalen durchgeführt. Nachdem die Böcke aus der züchterischen Sicht rangiert worden waren, suchte Dr. Theo Heine im Auftrag Wirtschaftsvereinigung Deutsches Lammfleisch (WDL), den jeweiligen Fleischsiegerbock heraus, der mit dem WDL-Pokal ausgezeichnet wurden und eine Ankaufsbeihilfe erhielt.

Bei den Suffolks siegte der Ia- und Siegerbock der Altersklasse VI, Kat.-Nr. 97. Züchter ist Karl Belz aus Baden-Württemberg. Reserve-Fleischsieger wurde der Ib-Bock der Altersklasse III, Kat.-Nr. 84, gezüchtet von Karl-Heinz Wabnitz aus Sachsen.

Die Berichterstattung am Züchterabend erfolgte durch die Zuchtleiter Dr. Regina Walther (Sachsen) und Rainer Wulff (Rheinland-Pfalz). Vor über 100 Züchtern aus dem gesamten Bundesgebiet riefen sie mit ausführlichen Lichtbildpräsentationen nochmals die Prämierungsergebnisse in Erinnerung und kommentierten die Rangierung. Der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, Carl Lauenstein, überreichte an die Züchter der höchstprämierten Böcke goldene VDL-Plaketten. Nachdem aus Schleswig-Holsteinischer Sicht die Prämierung aus mehreren Gründen nicht glücklich war hoffte man natürlich um so mehr auf die Auktion. Und die hatte es dann zum Glück für die Suffolks in sich! Davon konnten 33 (Vorjahr 29) Suffolks (=100 %‚ Vorjahr 66 %) und 43 (Vorjahr 55) Schwarzköpfe (=70 %‚ Vorjahr 85 %) einen neuen Besitzer finden. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese Verkaufszahlen bezüglich der Rasse Suffolk sehr erfreulich. Bei den Schwarzköpfen war dagegen ein gewisse Marktsättigung festzustellen. Die Durchschnittspreise für die Schwarzköpfe lagen in Ansbach bei 985 Euro (im Vorjahr bei der Elite in Kölsa 1220 Euro (!) und bei der Elite 2011 in Limburg 971 Euro). Für die Suffolks wurden durchschnittlich 1098 Euro gezahlt (Vorjahr in Kölsa 829 Euro und 2011 in Limburg 758 Euro) .

Teuerster Bock bei den Suffolks mit 2300 Euro war die Kat.-Nr. 75 (Siegerbock der Altersklasse II) aus der Zucht von Hans Trinkl. Danach folgte eine kleine Lücke, die beiden nächst-niedrigeren Gebote lagen bei 1700 Euro, aber – wie eingangs erwähnt – lagen die Preise für die Suffolk-Böcke insgesamt auf einem außerordentlich hohen Niveau.

Das Spitzengebot bei den Schwarzköpfen betrug 3000 Euro für den Ia-Bock und Reserve-Wollsieger, Kat.-Nr. 56, aus der Zucht von Robert Straßl. Danach klaffte dann eine sehr große Lücke, denn die beiden nächst-niedrigeren Gebote brachten „nur“ 1900 Euro.

Erwähnenswert sind auch die Gebote für die besten Fleischschafböcke, denn in der Vergangenheit erzielten diese Vererber immer Spitzenpreise.

In Ansbach wurden für den Fleischsieger Suffolk 1700 Euro erzielt und für den Reservefleischsieger 1000 Euro. Bei den Schwarzköpfen betrug das Interesse an den Favoriten der WDL in Euro ausgedrückt 950 €

und 1700€.

Nach einer sehr „aufregenden“ Elite in Ansbach konnten unsere Züchter mit diesen Auktionsergebnissen doch noch zufrieden nach Hause fahren!

Der Landesverband gratuliert recht herzlich den engagierten Züchtern und dankt ihnen, dass sie Schleswig-Holstein so gut vertreten haben! Wir wünschen uns, dass die Erfolge und vor allem der Spaß, der auf diesen Veranstaltungen durch das Zusammentreffen mit alten und neuen Bekannten entsteht, sie auch weiterhin dazu animiert ihre Tiere dort auszustellen! Herzlichen Dank!

 

Kat.Nr. /DE-Nr.

Züchter

Prämierung

Gruppe

65 / DE010110133346

Jens Reitmann, Reinfeld

1e

Klasse I

66 / DE010110133341

Jens Reitmann, Reinfeld

1f

Klasse I

69 / DE010110133338

Jens Reitmann, Reinfeld

1a + RS

Klasse I

70 / DE010110133339

Jens Reitmann, Reinfeld

1c

Klasse I

78 / DE010110101113

Andreas Pirdzuhn, Todesfelde

1c

Klasse II

80 / DE010110131288

Andreas Pirdzuhn, Todesfelde

1c

Klasse III

83 / DE010110116394

Andreas Pirdzuhn, Todesfelde

1d

Klasse III

65, 69, 70

Vaterbock: DE010110058428

Jens Reitmann, Reinfeld

 

1b

Bocknachzucht

Sammlung

Tabelle: Ergebnisse der Schleswig-Holsteinischen Züchter auf der Elite 2013