26.02.14

Neue Förderperiode für die Entwicklung der ländlichen Räume (ELER)

Bei der Förderung des ländlichen Raums wird das zuständige Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (MELUR) neue Schwerpunkte setzen.

"Bei der Landwirtschaft steigen wir in eine neue Förderpolitik ein. Wir werden gezielt eine nachhaltige Landwirtschaft unterstützen, die für die Gesellschaft wichtige Leistungen erbringt, die der Markt aber nicht honoriert", sagte Habeck. Dazu gehören etwa die Förderung von Weidegang für Kühe und der Erhalt von Grünland, die Stärkung von besonders tiergerechter Haltung und des ökologischen Anbaus, Gewässerschutz und Vertragsnaturschutz. So können 8 Millionen Euro insgesamt beispielsweise in die Förderung von Stallbauten fließen, die eine bessere Tierhaltung über den gesetzlichen Standard hinaus ermöglichen (etwa Auslauf, Stroheinstreu).

Insgesamt 59 Millionen Euro werden für den Vertragsnaturschutz zur Verfügung gestellt (nach knapp 29 Millionen davor). Hier wird die Förderkulisse erweitert und Fördersätze erhöht, um beispielsweise Gänsefraßschäden besser ausgleichen zu können. Für ökologische Anbauverfahren stehen 47 Millionen Euro insgesamt zur Verfügung, hinzukommen Mittel für den Anbau von vielfältigen Kulturen (Beispiel Leguminosenanbau). Auch Beratung – bei Gewässer-, Klima- und Tierschutz sowie Öko-Landbau – wird ein Förderschwerpunkt (12,5 Millionen Euro), zusätzlich fließen 7,5 Millionen Euro in die Verringerung von Stoffeinträgen – etwa dem Eintrag von Nitrat – in die Gewässer. Für Naturschutz und Landschaftspflege stehen 21,5 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Der Landesverband zeigte sich bei der 20. Partnerinformationsveranstaltung zum Thema „Neuausrichtung der ELER- Förderung“ enttäuscht, dass die Schafhaltung nicht mehr Berücksichtigung in den Förderprogrammen des Landes findet. Aus unserer Sicht sind die Schafe u.a. aus Gründen des Küstenschutzes für Schleswig-Holstein unentbehrlich, so dass wir es nicht verstehen können, dass trotz der negativen Entwicklung des Schafbestandes die Schafhaltung keine besondere Berücksichtigung findet.