02.11.11

Sammelkörung der Ziegen am 17.07.2011 in Itzehoe

Dieses Jahr hat der Landesverband Schleswig-Holsteiner Ziegenzüchter e.V. alle Ziegeninteressierten auf den Hof Schmabek nach Itzehoe zur Sammelkörung 2011 am Sonntag, den 17. Juli eingeladen.

Ab 10:00 Uhr wurden hier Böcke und Ziegen der Rassen Weisse Deutsche Edelziege, Thüringer Waldziege und Burenziege gekört und ins Herdbuch aufgenommen. Hierbei handelte es sich ausschließlich um Tiere aus CAE- unverdächtigen Beständen. In Schleswig- Holstein nehmen zwar die meisten Betriebe an der freiwilligen Sanierung auf CAE (Caprine - Arthritis - Encephalitis) teil, aber noch nicht alle verfügen über einen CAE-unverdächtigen Status. Für diese Betriebe gab es am 26. Juli zusätzlich eine Hofkörung. Die Körkommission, gebildet von Dr. Norbert Borchers von der Landwirtschaftskammer, Frau Birgit Schulze, Vorsitzende des Landesverbandes und der Zuchtleiterin hatte es nicht leicht, da die Qualität der schleswig-holsteinischen Ziegenzucht überzeugen konnte.

Im großen Schauring wurden rund 21Tiere in den Merkmalen Rahmen und sonstige äußere Erscheinung benotet. Zusätzlich erhielten die Burenziegen, als Fleischziegenrasse, eine Note für die Bemuskelung und die weiblichen Tiere der Milchziegenrassen eine Note für das Euter. Das Richterteam konnte sich über viele hervorragende Tiere freuen und so einige Male die Höchstpunkte vergeben. Bei der Bewertung wurde insbesondere auf die Fundamente und die Beinstellung geachtet, sowie auf einen möglichst großen Rahmen. In allen Klassen zeigten die Tiere ein hohes Niveau, so dass das Richten größten Spaß machte.

Nach der Körung wurde dann die beste Ziege bzw. der beste Bock aus der jeweiligen Klasse ermittelt und der Züchter mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Kat. Nr.

Klasse

Züchter

17

Sieger Jungziege der Milchziegenrassen

Andreas Krause, 25584 Holstenniendorf

5

Sieger der Thüringer Waldziegen Böcke

Volker Kwade, 23715 Bosau/Wöbs

10

Sieger der Thüringer Waldziegen

Volker Kwade, 23715 Bosau/Wöbs

2

Sieger der Burenziegen

Bernd Blendek, 25524 Itzehoe

Ein Höhepunkt folgte am Nachmittag. Beim Jungzüchterwettbewerb zeigten die jungen Ziegenhalter Kaja Björnson, Yasmin Koch, Björn Schulze und Michaela Krause ihr Geschick im Umgang mit ihren Ziegen. Sie alle konnten die Fragen der Richter gut beantworten und führten auch ihre Ziegen schon wie die Profis. Am Ende gewann Michaela Krause (11 Jahre) mit ihrer Ziege Bärbel den Wettbewerb. Der Landesverband dankt aber allen Kindern für ihren Einsatz und gratuliert zu den tollen Ergebnissen.

Und nicht nur die Entscheidungen der Körkommission sorgten für einen unterhaltsamen und spannenden Tag, sondern auch das bunte Rahmenprogramm. So wurden Produkte rund um die Ziege vorgestellt und die Besucher konnten sich bei einer Ziegengrillwurst vom exquisiten Geschmack vom Ziegenfleisch überzeugen. Außerdem wählten die Zuschauer Mr. und Mrs. Itzehoe 2011, und so konnte am Nachmittag verkündet werden, dass Enrico, ein beeindruckender Thüringer Waldziegenbock aus der Zucht von Volker Kwade und Abigail eine Burenziege aus der Zucht von Bernd Blendek den Zuschauern am besten gefallen haben.

Ein Zauberer begeisterte die Kinder und Erwachsenen mit seinen Tricks und seinem Schowprogramm. Insgesamt kann man sagen, dass dieser Ziegentag in Itzehoe sehr erfolgreich war und den Teilnehmern sehr viel Spaß gemacht hat. Viele Besucher haben sich von dieser sichtlichen Begeisterung der anwesenden Ziegenhalter anstecken lassen. Und so konnte das oberste Ziel, die Ziegen wieder mehr in das Interesse der breiten Öffentlichkeit zu bringen, erreicht werden. Der Hof Schmabeck bot ein hervorragendes Ambiente und man merkte deutlich das die Ziegen sehr willkommen waren. Für die viele Hilfe und die nette Gastfreundlichkeit bedanken sich die Ziegenhalter an dieser Stelle noch mal ganz herzlich!

Zurückblickend auf einen gelungenen Tag bedankt sich der Landesverband insbesondere bei Familie Krause und den vielen anderen Helfern für ihr großes Engagement bei der Organisation und der Durchführung, beim Richtergremium, bei den Sponsoren, bei den Jungzüchtern und nicht zuletzt bei den teilnehmenden Züchter(innen), ohne welche es solche Veranstaltungen gar nicht mehr gäbe.