12.07.12

Frühjahrsversammlung des Arbeitskreises Landschafe

Am Samstag, den 02. Juni 2012, fand im Tierpark Arche Warder die Frühjahrsversammlung des Arbeitskreises Landschafe statt. Zuerst berichtete Frau Bruser über Veranstaltungen des Landesverbandes im vergangenen Jahr und ergänzte den Jahresbericht um die aktuellen Themen, die im Verband bearbeitet werden müssen. Danach schilderten einige Züchter ihre Erfahrungen bei bundesweiten Veranstaltungen, an denen sie mit ihren Tieren 2011 und 2012 teilgenommen haben. So berichtete Frauke Wechselberg von der Rhön- und Coburger Fuchsschafauktion in Dermbach im April diesen Jahres. Frau Boldt- Lynsche hat im letzten Jahr ihre Tiere in Uelsen bei der Bentheimer Landschafauktion aufgetrieben und Anke Mückenheim, als Herdbuchführerin des Zuchtverband für Ostpreußische Skudden und Rauhwollige Pommersche Landschafe e.V. berichtete von der Körung und Auktion in Butzbach. Alle Züchter erzählten begeistert von den Schauen und betonten, dass es bei diesen bundesweiten Veranstaltungen nicht nur um Prämierungen und Benotungen geht sondern vielmehr um den Austausch mit anderen Gleichgesinnten. Sie warben dafür, dass sich ein Besuch für alle Schafhalter lohnt.
In diesem Jahr wurde turnusgemäß ein neuer Kassenprüfer gewählt. Herr Uwe Rohwer hat nach langer Zeit sein Amt niedergelegt, für ihn wurde neu Herr Peter Furck gewählt. An dieser Stelle einen großen Dank an Uwe Rohwer und vor allem an seine Eltern für die Arbeit und ihr Engagement für die Landschafe über so viele Jahre.

Im Anschluss wurde dann der Landschaftag im Tierpark Arche Warder am 15.09.2012 geplant. Die Versammlung entwickelte viele gute Ideen und so kam ein kreativer Austausch zustande. In diesem Jahr sollen die Wensleydale Longwool Schafe als Rasse besonders hervorgehoben werden. Weiterhin soll das Thema Wolle durch die Spinnerinnen und einzelne Stände im Mittelpunkt stehen. In diesem Jahr soll ein „Jungzüchterwettbewerb“ im Tierpark stattfinden, der natürlich für alle Kinder offen steht, d.h. es müssen keine Herdbuchtiere aufgetrieben werden und es dürfen auch Freunde und Verwandte mitmachen. Zur Anmeldung an diesem Wettbewerb wird allen Mitgliedern des AK Landschafe ein Anschreiben zugesendet. Gleichzeitig soll hiermit auch abgefragt werden, ob Mitglieder des AK Interesse hätten, einen Stand in Warder aufzubauen. Danach wurde rege diskutiert, ob sich eine Auktion beim Landschaftag lohnen würde. Herr Heinrich wurde bei der letzten Zuchtausschussitzung gebeten, dieses Thema hier vor Ort zu diskutieren. Die Zahl der Landschafzüchter steigt erfreulicherweise, allerdings werden die Verkäufe von Böcken und Schafen selten über den Verband abgerechnet. Im Vergleich dazu bilden die Auktionsverkäufe bei den Fleischschafrassen einen erheblichen Teil der Einnahmen des Landesverbandes. Die Anwesenden berieten ausführlich über das Pro und Contra einer Auktion in Warder und kamen zu dem Schluss, das eine Auktion noch zu früh sei. Die Käufer wären in Warder zu wenig,  um eine gut gehende Auktion mit entsprechender Beteiligung durchzuführen. Man einigte sich aber darauf, dass zukünftig Verkäufe ab Hof beim Verband gemeldet und mit 7% Provision abgerechnet werden. Gleichzeitig wolle man auch die Käufer zu einem Besuch in Warder animieren. Um eine Preisübersicht zu bekommen wird, es ein Rundschreiben geben, in dem die üblichen Preise beim Verkauf ab Hof abgefragt werden. Diese Preise sollen dann zusammen mit einer Auflistung, warum man Zuchttiere kaufen sollte und warum diese einen höheren Preis wert seien, im Internet auf der Seite des Verbandes veröffentlicht werden. So haben die Verkäufer gesammelte Argumente in der Hand und die Tiere werden zukünftig nicht mehr so oft unter Preis verkauft.
Für die Anmeldung für den Landschaftag ist folgendes zu beachten: Die Tiere sollen alle bis zum 20. Juni angemeldet werden, auch wenn noch fraglich ist, ob die Tiere tatsächlich dort aufgetrieben werden. Bis zum 1. August können die Tiere dann kostenlos abgemeldet werden, falls sich herausstellt, das sie nicht für Warder geeignet sind.
Nach einer wirklich konstruktiven Diskussion mit vielen neuen Ideen und Ansichten verabschiedeten sich die Landschafhalter in der Hoffnung, dass auch in diesem Jahr der Landschaftag in Warder ein voller Erfolg wird.