12.07.12

Beste Schwarzkopf- und Suffolkböcke in Kölsa

Siegerböcke der Altersklasse II

In Kölsa/Sachsen fand Mitte März die 19. Schwarzkopf- und die 17. Suffolk-Elite statt. Organisiert wurde die Bockauktion vom Schaf- und Ziegenzuchtverband Sachsen. Nachdem sich im Vorfeld nicht so recht ein Veranstaltungsort für die Elite 2012 finden wollte, kombinierte man diese Veranstaltung mit der Merinofleischschaf – Elite- Bockauktion und der Elite der Mitteldeutschen Schafzuchtverbände in Kölsa/Sachsen, wobei die Schwarzkopf- und Suffolkelite an den ersten beiden Tagen stattfand. Kölsa hat sich als ein ausgesprochen attraktiver Auktionsort erwiesen, denn er liegt zwischen Norden und Süden ungefähr in der Mitte. Vor allem die Anreise ist durch eine sehr gute Autobahnanbindung aus allen Teilen der Republik recht gut.

Die Elite war hervorragend vom Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband mit Unterstützung der Landesverbände Sachsen-Anhalt und Thüringen vorbereitet worden. So konnte der Hausherr, Schäfermeister Detlef Rohrmann, Züchter und Halter aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland begrüßen. Die weiteste Anreise hatte wohl ein Käufer aus Irland. Aufgetrieben wurden in Kölsa 44 Sufolk- Böcke (2011: 35) und 62 Schwarzkopf-Böcke (2011: 63) aus 32 Spitzenzuchten aus 12 verschiedenen Bundesländern. Auch Schleswig-Holstein war vor Ort, um die besten Suffolks zu präsentieren. Zum ersten Mal mit dabei war Paul C. Burgwald mit zwei jungen Lammböcken. Als Routiniers waren Andreas Pirdzuhn mit drei und Jens Reitmann mit zwei Böcken am Start. Am ersten Tag erfolgte die Prämierung bei den Schwarzköpfen in acht und bei den Suffolks in sechs Altersklassen. Die Prämierung der Elite-Böcke wurde von den erfahrenen Züchtern und Preisrichtern Burkhard Schmücker (SKF) und Heiko Schmidt (SUF) durchgeführt. Mit im Ring waren auch die Berichterstatter Willi Müller- Braune und Janine Bruser. Die Schleswig-Holsteinischen Böcke konnten sich sehen lassen, mussten aber auch gegen die starke Konkurrenz aus den anderen Bundesländern ankämpfen. Die Prämierungsergebnisse zeigen aber ganz deutlich, welch hohe Qualität an Suffolk-Böcken im Norden gezüchtet wird.

Absoluter Höhepunkt war jeweils die Ermittlung des Mister Kölsa, also der Gesamtsieger der beiden Rassen. Hier mischte der Bock Kat. 12 von Jens Reitmann ganz oben mit und wurde zum Reservegesamtsieger erkoren. Mr. Kölsa wurde ein Bock aus der Zucht von Rudolf Welter (NRW). Bei den Schwarzköpfen siegte der Bock Kat. 103 aus der Zucht der Agrargemeinschaft Lübstorf (MV). Nachdem die Böcke aus der züchterischen Sicht rangiert worden waren, suchte Roland Martinsohn im Auftrag der Wirtschaftsvereinigung Deutsches Lammfleisch (WDL), den jeweiligen Fleischsiegerbock heraus, die mit dem WDL- Pokal ausgezeichnet wurden und eine Ankaufsbeihilfe erhielten. Auch hier stand ein schleswig-holsteinischer Bock ganz oben mit auf dem Treppchen. Zum Reservefleischsieger wurde einer der jüngsten Böcke der Auktion, der Bock Kat. 2 aus der Zucht von Paul C. Burgwald ernannt. Nur der Bock von Hans Trinkl (Bayern), Kat. 28, zeigte mehr Bemuskelung und Fleischfülle. Beim Züchterabend erfolgte dann die Berichterstattung vor über 100 Züchtern  durch die Zuchtleiter Willi Müller Braune (SKF) und Janine Bruser (SUF). Diese ließen nochmals die Prämierungsergebnise Revue passieren und gratulierten den Züchtern. Das reichhaltige Buffet und die angenehmen Gespräche mit Züchterkollegen aus Nah und Fern sorgten dann schließlich auch für einen schönen und gelungenen Abend, trotz kalter Temperaturen in der Veranstaltungshalle. Die Versteigerung am nächsten Tag durch den Auktionator Christian Behling verlief recht zügig. Teuerster Bock bei den Suffolks mit 2.100 € war der Fleischsiegerbock von Johann Trinkl. Danach folgte eine Lücke, die nächst- niedrigeren Gebote lagen dann erst bei gut 1.000€. Insgesamt konnten 29 Suffolk-Böcke (66%, 2011:86%) und 55 Schwarzköpfe (85%, 2011: 78%) verkauft werden. Im Vergleich zum Vorjahr waren diese Verkaufszahlen, was die Rasse Suffolk betrifft, nicht sehr gut. Die Durchschnittspreise lagen bei den Suffolks 829 € (2011: 758 €). Die Durchschnittspreise bei den Schwarzköpfen lag bei 1.220€ (2011: 971€), wobei der teuerste Schwarzkopfbock, Kat.Nr. 111 aus der Zucht von Wilhelm Huber, für 3.100 € verkauft wurde. Trotz dieses mäßigen Verkaufs bei den Suffolks konnten die Schleswig-Holsteinischen Züchter mit leeren Hängern die Heimreise antreten.

Zu diesen tollen Erfolgen möchte der Landesverband recht herzlich  den engagierten Züchtern gratulieren und ihnen danken, dass sie Schleswig-Holstein so gut vertreten haben! Wir wünschen uns, dass die Erfolge und vor allem der Spaß, der auf diesen Veranstaltungen durch das Zusammentreffen mit alten und neuen Bekannten entsteht, sie auch weiterhin dazu animiert ihre Tiere dort auszustellen! Herzlichen Dank!

Kat.Nr. /DE-Nr.

Züchter

Prämier-ung

Gruppe

1 / DE010110116353

Paul C. Burgwald, Bosbüll

1a

Klasse I

2 / DE010110116317

Paul C. Burgwald, Bosbüll

1c; WDL-RS

Klasse I

11 / DE010110116394

Andreas Pirdzuhn, Todesfelde

1d

Klasse II

12 / DE010110116795

Jens Reitmann, Reinfeld

1a; S Kl.I+II; RBS

Klasse II

14 / DE010110116391

Andreas Pirdzuhn, Todesfelde

1c

Klasse II

27 / DE010110116787

Jens Reitmann, Reinfeld

1e

Klasse IV

41 / DE010110116367

Andreas Pirdzuhn, Todesfelde

1a

Klasse VI

11, 14, 41

Andreas Pirdzuhn, Todesfelde

1b

Züchtersammlung