Zwartbles

Bild: Zwartbles-Zucht Sönnichsen

Rassetypische Merkmale

Das Schwarzblessschaf soll in allen Punkten ein ökonomisches Gebrauchsschaf sein.

Das heißt, es soll eine hohe Fruchtbarkeit bei gutem Fleischansatz und kostengünstiger und einfacher Fütterung und Versorgung zeigen. Dieses Zuchtziel ist bei den heutigen Schafen schon weitgehend erreicht.

Eine durchschnittliche Ablammquote bei den Altschafen von 2,2 ist durchaus keine Seltenheit. Bei den Jährlingen wird von den meisten auch eine Quote von 1,6 erreicht.

Durch die sehr gute Milchleistung ist die Aufzucht von drei Lämmern pro Mutterschaf ohne Hilfe problemlos möglich. Die Lämmer sind sehr frohwüchsig und erreichen oft nach drei Monaten schon ein Lebendgewicht von 40 kg bei gutem Schlachtkörper und minimalem Fettansatz.

Beim Ablammen gibt es nur selten Probleme, die Muttereigenschaften sind sehr gut.

Abstammung ist nicht ganz geklärt. Fest steht nur, dass im vorigen Jahrhundert schon Schafe mit einer Schwarzblesszeichnung bekannt waren und seit 1979 in Holland herdbuchmäßig betreut werden.

Das Schwarzblessschaf zeichnet sich durch ein schwarzbraunes Vlies und die typische weiße Blesse aus. Es handelt sich um ein gut entwickeltes und voll bemuskeltes, großrahmiges und hochbeiniges Schaf mit aufrechter Haltung. Gut bemuskelt, vor allem die Keulen, der Rücken und die Lenden.

Kopf: ohne Hörner und ohne Wolle, leicht gestreckt mit durchlaufender Blesse
Beine: gut gestellt, trocken und nicht zu fein
Rumpf: gut gewölbt und bemuskelt mit gutem Einbau von Vorder- und Hinterhand
Schwanz: mindestens bis zur Ferse reichend und bewollt. Ein unbewollter Schwanz ist erlaubt, aber die Schwanzwurzel muss bewollt sein.

Wolle: ein gut geschlossenes Vlies mit Unterschieden in der Feinheit und Struktur. Die Wolle darf nicht haarig sein. Weiß darf nur ein Latz sein. Kräftiges, mittelgroßes, hoch auf den Beinen stehendes Schaf. Rassetypisch sind die weiße am Hinterkopf beginnende ununterbrochene Blesse und die schwarz-braune Farbe. Zumindest die beiden hinteren Fesseln sind rundum weiß, aber niemals höher als bis zum Carpal- bzw. Tarsalgelenk. Kennzeichnend ist auch der mittellange, wenig bewollte Schwanz mit weißer Schwanzspitze. Der Kopf ist hornlos und der Nasenrücken gerade. Die Ohren stehen horizontal. Muttertiere haben ein gut entwickeltes Euter und eine gute Milchleistung, so dass die häufig aus Mehrlings-Geburten stammenden Lämmer problemlos aufgezogen werden können. Die Brunst ist saisonal, eine Erstzulassung im ersten Jahr bei mindestens 50 kg Lebendgewicht möglich. Das Fundament ist gut gestellt, trocken und nicht zu fein. Der Rumpf ist tief und breit. Rücken, Lenden und Keulen sind gut bemuskelt.

Zuchtziel

Züchtung eines anspruchslosen und robusten Schafes mit guter Fruchtbarkeit und guten Muttereigenschaften, welches für alle Haltungssysteme geeignet ist. Erwünscht ist eine gute Bemuskelung vor allem an Keulen und Lende. Dabei sollen die typischen Exterieur Kennzeichen erhalten werden. Die Wolle soll einheitlich schwarz oder schwarzbraun (auch graumeliert) sein und hat eine Feinheit von 32 - 38 Mikrometer.

Leistungsangaben


Körper-Gewicht (kg)

Vlies-Gewicht (kg)

Ablammergebnis (%)

Altböcke

90 - 120



Jährlingsböcke

70 - 80



Lammböcke

60 - 70



Mutterschafe

60 - 80

4,0 - 5,0

200 - 220

Zuchtlämmer

50 - 60



Die täglichen Zunahmen liegen bei Mastlämmern im Bereich von 300 - 400 g, die Schlachtausbeute beträgt bei einem handelsüblichen Lebendgewicht von 42 kg ca. 48 %.

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